Trotz Schneegestöber: in der virtuellen Welt einen Einsatz bewältigen – im Trockenen

Simulationen Taktik-Simulator-Bus

Herzlichen Dank für den Beitrag der FW Cham über den Kurs des Feuerwehrverband des Kantons Zug:
(Alle Bilder von FW Cham zur Verfügung gestellt)


Zum ersten Mal hat der Feuerwehrverband des Kantons Zug im Rahmen ihres Kurskalenders das Taktik-Mobil der Firma CoNeT GmbH für 1.5 Tage in den Kanton geholt. In der virtuellen Welt einen Einsatz zu bewältigen ist eine ganz neue Erfahrung, auf welche alle Teilnehmer sehr gespannt waren.

Kurs Taktik-Mobil vom 10.12.2021

Bei Schneegestöber fuhr der gigantische Taktik-Bus von Fridli Jacober auf das Feuerwehrgebäude Cham zu und zentimetergenau passte das grosse Gefährt in die Fahrzeughalle. Mit wenigen geübten Handgriffen stellte Fridli Jacober Joystick, Funkgeräte, Bildschirme und Flipchart bereit – selbstverständlich durften in der aktuellen Situation Masken und Desinfektionsmittel auch nicht fehlen. Der Taktik-Bus bietet insgesamt fünf komplette Arbeitsplätze, vier im Bus und einer vor dem Bus, welcher für die Einsatzleitung (Einsatzleiter und Führungsunterstützung) gedacht ist. Insgesamt sieben Feuerwehren des Kantons Zug haben sich für eine der Ausbildungssequenzen, welche über zwei Tage zu unterschiedlichen Startzeiten stattfanden, angemeldet.

Am Freitag, 10. Dezember 2021 um 18.00 Uhr durften sechs Offiziere der Feuerwehr Cham ihren Ausbildungsblock starten. Nach einer rund 20-minütigen Einführung erfolgte das Einstiegsszenario „Küchenbrand“: Die Meldung lautete “ Rauch aus Fenster, Hauptstrasse 4, Brand klein“. Jeder Offizier rüstete sich mit einem Funkgerät aus und erhielt von dem zuvor bestimmten EL sein Fahrzeug zugewiesen. Nachdem die virtuellen Fahrzeuge im Warteraum platziert wurden, erfolgte die Erkundung, die Besprechung des Taktischen Vorgehens und anschliessend wurden Aufträge an die verschiedenen Offiziers-Chargen erteilt. Die zentrale Steuerung des digitalen Ereignisses erfolgte durch die Hand von Fridli Jacober, wobei er der Mannschaft als digitaler Gruppenführer zur Verfügung stand und beispielsweise Strassensperrungen, Lüfterstellungen etc. auf Befehl ausführte oder weitere Mittel wie die Autodrehleiter oder den Rettungsdienst auf den Schadenplatz brachte. Nach Beendigung des Szenarios wurde der virtuelle Einsatz jeweils besprochen.

Die Teilnehmer waren positiv überrascht und haben gemerkt, dass es eben nicht ein „Gamen“ im wahrsten Sinne des Wortes ist, sondern ein virtuelles, taktisches Training mit viel Potential. Im regulären Übungsbetrieb ist es nämlich kaum umsetzbar in dieser kurzen Zeit mehrere unterschiedliche Ereignisse zu simulieren und auch zu bewältigen.

Ein herzliches Dankeschön an Fridli Jacober der Firma CoNeT GmbH sowie dem Kantonalen Feuerwehrverband Zug, im Speziellen an Wm Sandra Moser für die Organisation des Kurses sowie die Vorlage für diesen Bericht mit den dazugehörigen Fotos.